Teil 2: Eine wurzelnackte Hecke pflanzen

vom 24. Nov. 2011
Das fachmännische Setzen einer kleinen Buchenhecke zeigt Profi Jörn Andresen
weiter im Programm ...

TEXT UND INFO ZUM FILM

Drehort:
Baumschule Andresen in Bargteheide, nordöstlich von Hamburg
Länge:
12 Min.
Filmkatalog:Praxis
Moderator:
Marc Albano

Im vorangegangenen Film war zu erfahren, wie vorsichtig man die wurzelnackte Heckenware zu behandeln hat, solange ihre Wurzeln außerhalb der Erde sind. Am besten, man pflanzt sie so schnell wie möglich ein. Und dabei beachtet man dieses:

Schritt 1: Bodenvorbereitung

Jeder Galabau-Profi (Garten- und Landschaftsbau) kann ein Lied davon singen. Heckenpflanzen werden vom Amateur lieblos und flüchtig in ein kleines Pflanzloch gedrückt und wachsen dann unter Mühen und mit deformierter Wurzel kümmerlich vor sich hin.

So bekommt man jahrelang ein freudloses und kraftloses Wuchsbild im Garten - wenn die Pflanzen nicht unter Umständen ganz eingehen. Gerade auf verdichteten Böden in Neubaugebieten kann eine Heckenpflanzung auch komplett scheitern, wenn etwa das Wasser nicht abfließt und die jungen Pflanzen ertrinken.

Deshalb ist eine möglichst tiefe und großflächige Bodenvorbereitung sehr wichtig. Je leichter die Pflanzen ihre neuen Wurzeln ausstrecken können, desto schneller wachsen sie auch in die Höhe und bilden eine gesunde, dichte Hecke. Da lohnt die zusätzliche Mühe zum Pflanzzeitpunkt in jeder Hinsicht.

Ein Pflanzgraben ist deshalb auch eine bessere Lösung als einzelne Pflanzlöcher. Im Graben wird mehr Erdvolumen aufgelockert, und es läßt sich einfach auch leichter flächig arbeiten. Der Graben sollte am besten einen halben Meter tief und ähnlich breit werden.

Wenn dazu der Einsatz einer Spitzhacke nötig wird, dann sollte man diesen auch nicht scheuen. Besteht der Boden im tieferen Bereich aus Steinen und Bauschutt, dann tauscht man ihn am besten ganz aus. Mindestens lockert man ihn aber mit Sand und Gartenboden auf.

Dabei geht es auch um guten Wasserabzug. Gegebenfalls muß man eine Drainage vorsehen, also eigens geplante Wasserableitung. Deren Notwendigkeit erkennt man, wenn nach ausgehobenem Graben das Regenwasser sich hartnäckig stauen sollte. Keine Heckenpflanzenwurzel könnte dauerhaft nasse Füsse ertragen.

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