Rosenschnitt Teil 2: Eine Stammrose

vom 23. April 2010
2/3 müssen runter, zeigt Reinhard Glantz vom Rosarium Uetersen
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TEXT UND INFO ZUM FILM

Drehort:
Rosarium Uetersen, Stadt Uetersen in Schleswig-Holstein
Länge:
3 Min.
Filmkatalog:Praxis
Moderator:
Marc Albano

Ganz ähnlich wie bei der Beetrose (siehe Film), wird auch bei der Stammrose der Rückschnitt hart und tief angesetzt. Als Richtwert nennt Herr Glantz etwa 2/3 der Länge jedes Triebs.

Hartes Herz, scharfe Schere

Also auch hier wieder das Prinzip, welches wir schon bei der Beetrose kennengelernt haben: Mut haben und tief hinabschneiden. Dabei auch keine Hemmungen, all das mit wegzuschneiden, was in diesem Frühjahr schon neu ausgetrieben ist!

Herr Glantz verweist auf verbleibende 4-5 Augen, aus denen immer noch genug neue Blütenzweige hervorkommen können.

Der harte Schnitt verjüngt die Pflanze, indem er ihr jedes Jahr neuen Anreiz zu kräftigem Triebwachstum gibt. An neuen, vitalen Trieben bilden sich dann auch die meisten und die größten Blüten.

Schnitt hier lebenswichtig

Gerade bei den Stammrosen ist der kräftige Schnitt unverzichtbar, um sie vor Unbilden von Wind und Winter zu schützen. Denn die Konstruktion einer Veredelung auf hohem Stamm ist eigentlich sehr unnatürlich und von Gefahren bedroht.

Es ist das Volumen und Gewicht der Krone, das der Stammrose vor allem lebensgefährlich ist. Wird die Zweiglast der Krone zu groß, kann sie an der Veredelungsstelle - also am Übergang zum Stämmchen - abbrechen. Dafür sorgt der Wind oder die Last von Schnee im Winter.

Genauso kann auch die ganze Rose komplett zu Boden stürzen und brechen, wenn man sie nicht an einen Pfahl angebunden hält.

Daher ist es sehr wichtig, die Krone immer im Volumen begrenzt zu halten. Das erreicht man mit dem kräftigen, jährlichen Rückschnitt.

Schnittzeitpunkt?

Wie wir schon in unserem Film zum Überwintern von Stammrosen gesehen haben, ist es in diesem Fall ausnahmsweise doch ratsam, die Rose schon im Herbst ein Stück einzukürzen.

Das erlaubt ein besseres Einpacken der Krone mit Reisig und Ballentuch. Auch reduziert es die potentielle Auflagefläche für Schneelast im Winter.

Freilich wird man dann im Frühjahr noch einmal Nachschneiden müssen, auch um die entstandenen Frostschäden zu beseitigen. (Ein Herbstschnitt lädt immer den Frost ein, in das "offene" Triebende ein paar Zentimeter weit einzudringen und es absterben zu lassen).

Aber Stammrosen gehören ja ohnehin in die Kategorie der Liebhaberpflanzen, die man in der Regel auch gut zugänglich im Garten pflanzt. Daher wird man diese kleinen Liebesdienste nicht scheuen ... man braucht sich ja auch nicht zu bücken.

Bonjour, Rosen schneiden kann

Bonjour, Rosen schneiden kann mag ich gerne, weiss aber nicht wie ich meine Stammrose (Marie Curie von Meilland) retten kann, die nach kräftigem Rückschnitt jetzt mitte März, nur noch wenig dünnes Holz hat. Kann ich sogar weiter darunter schneiden, auch wenn der etwas dickere Zweig keine Spur von Augen zeigt, nichtmal sichtbare linien, nur sehr rauhe Rinde an wenigen Zweigen nach der Veredelungs-Stelle ?

Schneiden und kürzen ist

Schneiden und kürzen ist klar.Aber welches Holz wird ausgeschnitten?
Bleiben die Jahresneutriebe stehen? Sollte man Alttriebe
ausschneiden und weiernutzen?
Hier geht es um Hochstammrosen.

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