Rosen veredeln - Teil 2

vom 31. Juli 2009
Die Technik der Rosenvermehrung demonstriert Fachmann Sven Stange
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TEXT UND INFO ZUM FILM

Drehort:
Anzuchtfelder der Rosenschule Stange, bei Pinneberg
Länge:
6 Min.
Filmkatalog:Praxis
Moderator:
Marc Albano

(Fortsetzung vom ersten Filmteil)

Nachdem man das Auge freigeschnitten hat, beugt man sich zur vorbereiteten Unterlage herab (Wurzelhals freigelegt und gesäubert, siehe oben) und nimmt dort den sogenannten T-Schnitt vor. Das ist ein Schnitt waagerecht in die Haut des Wurzelhalses, anschließend ein weiterer Schnitt senkrecht darunter. Dann werden die seitlichen Flügel der Haut weggeklappt und das Auge eingeführt (Schnittfläche des Auges nicht mit den Fingern berühren!).

In Höhe des oberen, waagerechten Schnittes wird zuletzt das Anhängsel des Auges noch abgetrennt. Beide Hautflügel dann um das Auge leicht andrücken - fertig.

Nachfolgend wird die Veredlung verbunden. Am einfachsten sind die OSV (Okulier-Schnell-Verschluß) - aber vielleicht sind sie nicht ganz leicht im Handel zu bekommen. (Gibt's eigentlich nur in Massen für Rosenprofis). Herr Stange empfiehlt, sich in Baum- bzw. Rosenschulen zu erkundigt, ob man nicht als Kunde kleine Mengen bekommen kann.

Ein Verbinden mit Bast wird vereinzelt als ungünstig beschrieben. Das Verbinden dient in jedem Fall dazu, daß a) das eingesetzte Auge nicht verrutscht und auch nicht vertrocknet und b) kein Wasser und keine Schmutzteile in die Veredlungsstelle eindringen.

Anschließend wird der Wildling / die Unterlage wieder angehäufelt, bis hinauf über die Veredlungsstelle. Jetzt bleibt das Ganze unberührt bis ins nächste Frühjahr. (Was tut sich dabei unter der Erde? Schon nach etwa 2-4 Wochen ist das Auge angewachsen und grün. Dann schlummert es so durch den Winter).

Aber, wie weiter oben schon gesagt, Ausfälle sind in diesem Prozess auch ganz normal. Ein Teil der Unterlagen wird nicht anwachsen, ein Teil der Veredlungen versagen. Also am besten von vornherein bis zu 1/3 mehr Unterlagen/Veredlungen kalkulieren als benötigt.

Im nächsten Frühjahr werden die Unterlagen nach den Frösten wieder abgehäufelt. Dann wird knapp über der Veredlungsstelle (1 cm drüber) der komplette Blattschopf der Unterlage abgeschnitten. Ja, komplett! Nachfolgend geht der gesamte "Saft" der Pflanze (so sagt man!) mit Druck in das Auge, welches bald darauf entsprechend kräftig sprießt. Nach ein paar Wochen ist der neue Trieb 10-15 cm hoch, und dann wird er pinziert, also geköpft. Man nimmt dabei die Triebspitze mit 2-3 Blättern raus. So entwickelt sich die neue Pflanze dann im folgenden buschig und verzweigt.

Etwaige Wildtriebe, die aus der Wurzel austreiben, werden entfernt (möglichst dicht am Stamm abnehmen, dazu ggf. die Erde aufgraben).

Und dann im Sommer blüht die entstandene Rose bereits! Ein Tip: Wie wäre es mal mit einer ganzen Rosenhecke (aus einer einzelnen Sorte)?

Ach ja, und das noch: Wer bei dem Veredeln auf den Geschmack kommt, sollte es nicht zu heftig treiben, denn die meisten neueren Rosensorten sind geschützte Werke von Züchtern und dürfen nur von diesen vermehrt werden. Selbstvermehrung ist problemlos für den Eigenbedarf, aber auf keinen Fall für den Kommerz.

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Der erste Teil war gut!,,,

Der erste Teil war gut!,,,

Danke für das Video,aber ich

Danke für das Video,aber ich würde auch gerne sehen,wie man Stämmchen veredelt.Mein Rosenstämmchen hat leider nur noch ein Zweig,sieht nicht besonders attraktiv aus...ob man das genau so macht?

Es ist schon erstaunlich zu

Es ist schon erstaunlich zu sehen, welche Fingerfertigkeit nötig ist, um Rosen zu veredeln. Das Video ist sehr hilfreich.

Komplimente für Euch und Herr

Komplimente für Euch und Herr Stange!
Sehr informativ und deutlich! Man kann selber an die "Arbeit" und sich, oder einenen Freund verwöhnen mit ein paar selbst "gebastelte" Rosen. Vor allem wenn mann eine Rose findet deren Namen nicht bekannt ist, aber einem sehr gut gefällt.
Auch die andere video's in der Videothek sind empfehlenswert!

Ja, das Video ist wirklich

Ja, das Video ist wirklich sehr gut gemacht! Gruß, Ratgeber

Habe einer Nachbarin

Habe einer Nachbarin versprochen einige ihrer Rosenwildlinge zu veredeln obwohl ich sogut wie keine Ahnung hatte zu veredeln ich sehe , habe meinen mund zu voll genohmen aber dank dieses Beitrages werde ich es schaffen experimente sind immer erlaubt

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