Richtiger Schnitt von Ziersträuchern / Beispiele

vom 05. März 2011
Gehölzexperte Robert Markey teilt in 3 Schnittgruppen und demonstriert an Hortensien, Sommerflieder, Zaubernuß
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TEXT UND INFO ZUM FILM

Drehort:
(Privatgärten)
Länge:
6 Min.
Filmkatalog:Praxis
Moderator:
Marc Albano

Hier die Schnittgruppen nach Robert Markley:

Schnittgruppe 1: Die Nicht-Schneider

Manche Sträucher wollen am liebsten gar nicht geschnitten werden. Denn sie verstehen es nicht, sich danach zu regenerieren. Bei ihnen bleiben Wunden, die schlecht verheilen, oder ihre Wuchsform (der "Habitus") wird dauerhaft verunstaltet.

Hierzu gehören: Magnolie, Zaubernuß, Blumen-Hartriegel, Schneeball, Hibiscus, Kirschlorbeer, Kornelkirsche, Felsenbirne.

Für diese gilt: Allenfalls einzelne Äste entfernen und lieber keinen kräftigen Verjüngungsschnitt vornehmen.

Schnittgruppe 2: Die Früh-Blüher

Diese Sträucher läßt man erst im Frühjahr ihre Blüten machen und schneiden sie danach zurück. Würde man vorher schneiden, wäre die Blüte mit weggeschnitten (denn die Blütenknospen wurden schon im Vorjahr gebildet).

Hierzu gehören: Forsythie, Ranunkelstrauch, Zier-Johannisbeere, Duftjasmin, Kolkwitzie, Deutzie, frühe Spiersträucher, Weigelie, Flieder.

Man schneidet hier nach der Blüte die Triebe um etwa ein Drittel zurück. Dabei aber auch immer mal ganz tief unten über dem Boden einzelne, ältere Triebe komplett entfernen. Gerade das motiviert dann zur wichtigen Verjüngung ganz von unten.

Zu vermeiden ist unbedingt der sgn. Hausmeisterschnitt! Hierbei wird Jahr für Jahr der Schnitt genau auf der gleichen Höhe angesetzt. Dort bilden sich dann mit der Zeit dicke Knubbel von ungesundem Astwerk. Unter diesem "Dach" kann die Pflanze von unten keine neuen Triebe entwickeln, sich also nicht verjüngen.

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