Prof. Warda: Rote Rabatte und roter Garten - Teil 2

vom 01. Okt. 2011
Auch mal mit einfachen Mitteln ein Farbthema gestalten - Prof. Warda zeigt, wie's geht
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TEXT UND INFO ZUM FILM

Drehort:
Norddeutsche Gartenschau im Arboretum Ellerhoop, Schleswig-H.
Länge:
6 Min.
Filmkatalog:Ideen
Moderator:
Marc Albano

Ein Farbthema im Garten muß nicht immer so kompliziert angelegt sein, wie im letzten Film gesehen.

Farbthemen leicht gemacht

Immer ein guter Trick, um eine Leitfarbe in den Garten zu bringen, ist das Einbauen von sogenannter Hartware im entsprechenden Farbton. (Hartware: von engl. hardware - als Kontrast zur software des Gartens, der Bepflanzung).

Hier im Film sind es vor allem die lackierten Möbel, aber auch die Keramik. Im vorigen Film sah man in der roten Rabatte noch eine feuerrote Glaskugel zwischen den Blüten.

Solche Hartware hat den Vorteil, verläßlich ganzjährig den Farbton zu liefern. Auf dieser Grundlage aufbauend, kann man dann ganz entspannt noch hier und da einige Pflanzen setzen, die saisonal den Farbton unterstützen. Im Film etwa die dunkellaubigen Dahlien ('Bishop of Llandaff'), niedrigen Verbenen und Edellieschen.

So ist man vom Druck befreit, durch die gesamte Gartensaison hindurch einen kontinuierlichen Blütenreigen im gewünschten Farbton zu produzieren. Denn das ist außerordentlich schwer - wie im letzten Film zur Roten Rabatte dargestellt. Man ist dann auf Einjährige und Kübelpflanzen angewiesen, und diese machen viel Arbeit.

Farbige Hartware

Natürlich sind farbige Materialien im Vergleich zu farbigen Blüten sehr viel intensiver in der Wahrnehmung. Die feuerroten Gartenmöbel von Prof. Warda sind da schon ziemlich mutig. Man könnte sich an ihnen unter Umständen auch satt sehen.

Ganz nach persönlichem Mut und Geschmack läßt sich aber die Farbintensität dosieren. Statt leuchtend lackierter Gartenmöbel kann man etwa Sprenkel von Glasmosaik wählen, welche man an einzelnen Stellen in die Pflasterung des Gartens einbindet. Glaskugeln sind beliebte Farbverstärker in Beeten.

Elegante Lösungen sind solche, bei denen das Material nicht durch Farbauftrag künstlich hergerichtet wird, sondern der Farbton natürlich aus dem Material heraus kommt. Dazu bietet sich vor allem die Pflasterung mit Stein an. Roter oder grüner Sandstein, weißer Marmor oder Kalksandstein sind denkbare Ergänzungen eines Farbthemas.

Glas in vielen Farben ist ein sehr kreatives Material mit starker Wirkung für Farbthemengärten. Glasscheiben, Glasbausteine, Glasmosaik, Glasbruchsteine sind mögliche Verwendungsformen.

Auch Keramik hat den Vorteil, die Farbgebung so "natürlich" wirken zu lassen, als käme es aus dem Inneren des Materials und nicht künstlich von Menschenhand. Besonders glasierte Keramik in Form von Kübeln oder Vasen (auch mal ganz ohne Pflanzen darin, nur um der Form willen!) können Farbthemen ganz hervorragend definieren oder ergänzen.

Beim Holz bietet sich allein der silbrige Farbton an, zu der sich die braune Oberfläche mit der Zeit wandelt. Ein Farbthema von Silbergrau ist aber besonders ergiebig hinsichtlich der Pflanzenauswahl - mediterrane, silberlaubige Stauden und Gehölze sind ungezählt.

Holz und auch Metall sind die Klassiker beim Griff zum Farblacktopf. Das Lackieren hat immer etwas künstliches, gewolltes an sich, das muß aber kein Problem darstellen. Der Vorteil ist natürlich, daß man die Farbe auch mal vollständig wechseln kann, wenn man sich an der einen satt gesehen hat.

Ganz besonders flexibel ist der Einsatz von Textilien bei der Farbthemengestaltung. Tischdecken, Kissen und Sonnenschirmbespannung liefern kräftige Farbakzente - wenn auch nur sehr temporär bei schönem Wetter und mit entsprechendem, ausdauernden Arbeitseinsatz. Aber gerade hiermit findet der beginnende Farbthemengärtner seinen unkompliziertesten Einstieg!

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