Prof. Warda: Rote Rabatte und roter Garten - Teil 1

vom 01. Okt. 2011
Ein Farbthema mit Explosivität zeigt Prof. Hans-Dieter Warda im Arboretum Ellerhoop
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TEXT UND INFO ZUM FILM

Drehort:
Norddeutsche Gartenschau im Arboretum Ellerhoop, Schleswig-H.
Länge:
6 Min.
Filmkatalog:Ideen
Moderator:
Marc Albano

Ein echtes Farbthemenbeet ist nicht ganz leicht herzustellen, eine großzügige Rabatte ist noch schwieriger. Hier sind die Methoden und Tricks von Professor Warda.

1. Mit Mehrjährigen allein geht es nicht

... oder anders gesagt: ein Farbthemenbeet macht Arbeit! Es wird nicht ein Mal bepflanzt und blüht dann brav Jahr für Jahr vor sich hin. Es will vielmehr jedes Jahr mit Mühe und Sorgfalt neu bestockt, gefüllt und ergänzt werden.

Denn: um als Farbthema überhaupt zu wirken, muß der Farbeindruck besonders intensiv sein. Mit Mehrjährigen, wie Stauden, Rosen und Sträuchern, ist das bestenfalls in kurzen Momenten des Blütenjahres zu erreichen. Den Rest der Zeit bleibt die Pflanzung diffus.

Die intensiven und längerfristigen Farbeindrücke schafft man dagegen nur mit den Einjährigen oder Sommerblumen, die eine lang anhaltende Blütezeit oft von Juni bis zum Herbst haben. Dazu kommen noch einige nicht winterharte Knollenpflanzen wie Dahlien sowie verschiedene Kübelpflanzen, die sich halbjährig in den Boden auspflanzen lassen. Auch diese mit besonders üppiger und lang anhaltender Blüte.

Die Einjährigen und Nicht-Winterharten aber machen viel Arbeit. Die einen wollen aus Samen vorgezogen werden, die anderen verlangen eine sorgfältige Überwinterung, alle sind sehr anspruchsvoll bei der Versorgung mit Wasser und Nahrung.

Deshalb ist ein Farbthemenbeet vor allem etwas für Fortgeschrittene und für Liebhaber.

Die rote Rabatte von Prof. Warda besteht praktisch nur aus Einjährigen bzw. temporären Beetgästen. Dahlien und Canna sind Knollenpflanzen, Abutilon ist Kübelpflanze, einjährig sind Spinnenpflanze, Rizinus, Lampenputzergräser, Edellieschen, Köcherblümchen, Verbenen, Salvien usw.

... dazu ein Tip von Prof. Warda

Wer Stauden, Rosen und Sträucher liebt und dabei die allzu intensive Arbeit scheut, der kann dieser Empfehlung von Prof. Warda folgen: die Farbthemenrabatte längs halbieren! In die hintere Hälfte pflanzt man Mehrjährige mit höherem Wuchs, in die vordere Hälfte die einjährigen Dauerblüher.

Damit erzielt man auch ein gutes und farbkräftiges Bild mit Dauerwirkung, man vermeidet zugleich einen allzu großen Aufwand bei der jährlichen Neubestockung des Beetes.

Die vordere Beethälfte räumt man am Jahresende vollkommen leer und kann dann auf dieser Fläche gut eine Pflanzung von (einjährigen) Blumenzwiebeln wie den Tulpen inszenieren.

2. Größere Beete gliedern

Eine große Rabatte wie die im Film gezeigte braucht eine echte Planung, am besten auf großem Papier und maßstäblich. Denn bei so großen Flächen würde eine zufällige Pflanzenkomposition das Auge und Hirn des Betrachters überfordern. Das Gesamtbild würde unruhig und unübersichtlich.

Daher ist das Schlüsselprinzip der größeren Beete die gestalterische Ruhe, in vorsichtiger Abwechslung mit sorgsam dosierten Reizen.

Ruhe bringt man in die Beetgestaltung, indem man bestimmte Pflanzenthemen sich regelmäßig wiederholen läßt, zum Beispiel alle paar Meter entlang der Breite des Beetes. Das Thema kann eine einzelne Solitärpflanze mit besonderer Schauwirkung sein, oder eine kleine Pflanzenkomposition aus 2 oder mehr passenden Beetnachbarn.

Im Film ist die Rabatte mit 30 Metern besonders lang. Die Ruhe schafft Prof. Warda, indem er über die ganze Länge einige wenige Pflanzengruppen regelmäßig wiederholt. Der Gruppenanführer ist dabei immer die hohe und dominante Kübelpflanze Abutilon. Sie bildet den rückwärtigen Abschluß. Dazu und davor gesellt sich jeweils eine Dahlie, eine Spinnenpflanze und kleines Beiwerk.

Durch die so geschaffene Regelmäßigkeit im Gesamtbild kann das Auge des Betrachters die gesamte Rabatte mit einem Blick erfassen und verstehen. Es entsteht der Eindruck eines geplanten und komponierten Bildes. Und diese wahrgenommene Ordnung läßt die Gestaltung erst zum Kunstwerk werden.

Zwischen die Elemente der Beetgliederung kann man dann kleinere Reize oder "Störungen" einbauen. Das sind ungewöhnliche Farben, Blüten- oder Blattformen, die im Beet nur einzeln auftauchen und den Blick beim näheren Herantreten anziehen. Sie durchbrechen das ruhige, geplante Gesamtbild und sorgen für optische Würze.

3. Höhen staffeln

Jedes Beet braucht einen Vordergrund und einen Hintergrund, niedrig der eine, hoch der andere. Nach hinten bilden oft Hecken den rückwärtigen Abschluß des Beets. Am besten eignen sich dazu Eibenecken mit ihrem ganz dunklen Grün - eine große, englische Gestaltungstradition.

Ein rückwärtiger Beetabschluß gibt der Pflanzung Ruhe und Halt. Wer keine Hecke zur Verfügung hat, der behilft sich mit besonders hohen Beetpflanzen. Bei Prof. Warda sind das die 3-4 m hohen Abutilon in regelmäßiger Wiederkehr. Dazwischen als Abwechslung auch die ebenso hohen Canna mit ihren auffällig großen Blättern.

Große Blätter sind immer ein gutes Hilfmittel, um optische Ruhe herzustellen. Anderswo im Garten leisten das in Bodenhöhe etwa die Funkien und Bergenien.

Nach vorne hin reduziert sich die gestaffelte Höhe des Beetes. Das sollte am besten nicht streng schematisch, sondern locker gestaltet sein. Das heißt, an einzelnen Stellen des Beetes durchbrechen auch den Mittel- und Vordergrund einmal einzelne hohe "Ausreißer". So wird der Gesamteindruck lebendiger und natürlicher.

Der niedrige bzw. flache Beetvordergrund sollte möglichst eine gut definierte Struktur haben: also Pflanzen, die kompakt und geordnet wachsen und sich damit gut und eindeutig als Beetauftakt darstellen. Ungünstig sind Wuchsbilder, die diffus und ungeordnet an der Beetkante stehen.

Deshalb betont Prof. Warda auch besonders die flachen, dichten und kompakten Blütenteppiche des Köcherblümchens am Beetanfang. Nicht nur blühen sie dauerhaft und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Farbthema, auch vermitteln sie eine Botschaft von Ordnung für das ganze Beet.

4. Fremdfarben einbauen

In der strengen Einheitlichkeit eines monochromen Beetes sorgen diskret eingestreute Fremdfarben für Würze und Aufmerksamkeit. Man kann die Fremdfarben gezielt als Komplementäre wählen (siehe im klassischen Farbkreis die gegenüberliegenden Farben), oder man streut frech einfach beliebige Farbgewürze hier und da in das Beet.

Das kann stören - vielleicht soll es auch mal stören. Oder es dient dazu, die Schwere und Intensität des Farbthemas zu mildern. In einem knallroten oder gelben Garten etwa wird die Farb Blau immer für etwas willkommene Kühlung sorgen. In einem blauen Garten bringt Weiß oder rosa das Blau erst zum Leuchten.

Gräser mit ihrem neutralen Farbton kann man überall als Ergänzung einbauen. Sie sorgen vor allem für ein Thema von Leichtigkeit und Natürlichkeit, was ausnahmslos jedem Beet gut ansteht.

Am elegantesten streut man Fremdfarben in das Beet, indem man feine und diskrete Blütenstrukturen wählt. Im Film leisten das besonders gut die dünnen Blütenähren des blauen Salbeis sowie die fast schwerelos schwebenden Blütenköpfe des Eisenkrauts in Violettblau. Nicht umsonst sind gerade diese beiden einjährigen Beetbegleiter besonders populär in professionellen Gestaltungen.

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