Prachtstaude Sonnenbraut und Begleiter - Teil 1
TEXT UND INFO ZUM FILM
Sonnenbraut - kein Garten ohne! Diese Stauden sind langlebig und unkompliziert, dabei echte Blütenkraftwerke zu einer Jahreszeit, in der der größte Schub an Farbe im Garten schon vorüber ist.
Helenium kommt in vielen Sorten und läßt sich in der Blütezeit so staffeln, daß man durchgehend von Juli bis September sich an den warmen Gelb-, Rot- und Brauntönen ergötzen kann. In Helenium steckt viel gefühlte Sonne (siehe deutscher Name), und das paßt ideal zu dieser Jahreszeit.
Dabei kann man die Blütezeit (wie bei so vielen Stauden) auch dadurch noch verlängern, daß man immer wieder Verblühtes herausschneidet. Das stimuliert die Pflanze zu weiterer Blütenbildung. Das Geschnittene ist übrigens gut vasentauglich, die Blüten halten besonders lange im Wasser.
Helenium ist pflegearm, will nur einen vollsonnigen, warmen Standort mit einem Boden, der nie richtig austrocknet. Ausreichend Feuchtigkeit und Nahrung im Boden stellen sicher, daß die Blüte jedes Jahr üppig kommt. Dabei wird die Pflanze mit der Zeit horstartig immer breiter und kann einfach durch Teilung vermehrt werden.
Einige Sorten sind ziemlich hoch (bis 150 cm) und gehören dann eher in den Beethintergrund - zusammen mit Chinaschilf und Stauden-Sonnenblumen etwa. Die höheren Sorten kann man im Juni auch um 50% einkürzen, dann verzweigen sie ihre Triebe und wachsen insgesamt weniger hoch. So werden ihre Triebe auch standfester. Andernfalls sollte man bereit sein, die hohen Trieb ggf. zu stäben (also gegen Umknicken zu schützen).
Die wichtigste Kombination der Sonnenbraut im Staudenbeet ist sie selber! Man sollte immer mehrere Farbtöne der Sonnenbraut zusammensetzen, dann wirkt sie am aufregendsten. Also Gelb mit Rot mit Braun etwa. Aber dann, wie gesagt, darauf achten, daß man die Kombination auch in der gleichen Zeitperiode erhält, indem die ausgewählten Sorten zur gleichen Kategorie "früh-, mittel- oder spätblühend" gehören.
Klassische Erfolgssorten sind etwa unter den Frühen (ab Juli) die kräftig rote 'Moerheim Beauty' (80 cm), unter den Mittleren (Juli/August) die zweifarbig gelb-rote 'Waltraud' (100 cm), unter den Späten (August) die rotbraune 'Baudirektor Linne' (150 cm) und schließlich bei den sehr Späten (September) die 'Septembergold' (110 cm) - letztere schon zusammen mit den Herbstastern!
Die nächste Wahl für eine Begleitung der Sonnenbraut sind dann die Gräser. Wenn man Platz hat, pflanzt man eine Chinaschilf-Sorte - in der Regel über 150 cm hoch, aber lohnend, weil sehr imposant, auch noch im Winter. Aber es gibt unten den Chinaschilfen auch Zwergen, vor allem die Miscanthus "Kleine Fontäne" - und die paßt ideal zu allen Sonnenbräuten.
Dabei ist es vor allem der Braunton der Gräserblüten, sowie ihre sommerlich-herbstliche Ausstrahlung, die so optimal zu den Sonnenbräuten passen. Besonders gut liefert diesen Eindruck auch das sehr kompakte Gras Gartensandrohr bzw. Reitgras (Calamagrostis 'Karl Foerster'). Dieses paßt in der Höhe gut (150 cm), vor allem aber bleibt es schmal aufrecht und bedrängt die Sonnenbraut damit nicht.
Vom Reitgras ist auch eine hübsche weißgrün-blättrige Version im Handel (Sorte 'Overdam'). Man kann alle Reitgräser auch elegant zu sogenannten "Drifts" pflanzen, indem man sie in geschwungenen Reihen hintereinander durch ein ganzen Beet hindurch sich ziehen läßt. Oder man pflanzt gerade Reihen mit architektonischem Charakter. Durch den straff aufrechten Wuchs kann man da gut kreativ werden.
Die Reitgräser sind übrigens völlig anspruchslos, wachsen in jedem Boden, sind winterhart und vertragen auch Halbschatten.
(Fortsetzung im Begleittext zum zweiten Filmteil)




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