Orchideen richtig pflegen - Teil 3: Das Umtopfen

vom 31. Okt. 2010
Wie man radikal die Schere ansetzt, demonstriert Orchideen-Profi Renate Rehbein
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TEXT UND INFO ZUM FILM

Drehort:
Orchideen-Gärtnerei Rehbein in Hamburg-Curslack
Länge:
10 Min.
Filmkatalog:Praxis
Moderator:
Marc Albano

Orchideenpflege 5: Die Blüte (fortgesetzt)

Phalaenopis-Blüte schneiden

Die Blüte dieser Orchidee wird kontinierlich über das ganze Jahr hinweg an bestehenden und an neuen Rispen produziert. Zum Teil entwickeln sich an einem Blütentrieb auch Nebenarme mit weiteren Blüten.

Der Blütentrieb hat in der Regel etwa 3 Augen (leicht zu erkennen: kleine Verdickungen am grünen Stengel, in annähernd gleichen Abständen).

Wenn an einem Trieb die Blüte irgendwann zu Ende kommt, dann kann die Pflanze entweder diesen Blütentrieb erhalten und daran einen neuen Blütenansatz bilden, oder aber den Trieb aufgeben und einen neuen Blütentrieb ganz von unten her bilden.

Das kann der Orchideenhalter mit beeinflussen. Dazu schneidet man nach der Blüte den Trieb zurück, auf eine selbst zu wählende Höhe. Geschnitten wird immer kurz über einem Auge.

Dann wird die Pflanze in der Folge aus dem letzten, verbliebenen Auge des Triebs eine neue Blüte treiben.

Wenn man etwa über dem obersten, letzten Auge zurückschneidet, dann entwickelt sich hier eine hoch angesetzte Zweitblüte dieses Triebs. Schneidet man über dem ersten, untersten Auge, wird der Blütentrieb kompakter bleiben.

Dann entscheidet aber letztlich die Pflanze selbst, ob sie den Stimulus zu einer Zweitblüte an dem vorhandenen Trieb annimmt oder nicht. Wenn sie nicht mitspielen will, dann läßt sie den (zurückgeschnittenen) Trieb einfach vertrocken und schickt dafür ganz von unten aus der Basis einen neuen Blütentrieb nach oben.


Orchideenpflege 6: Das Umtopfen der Phalaenopsis

... im 2-Jahres-Rhythmus

So erkennt man, wann ein Umtopfen der Phalaenopsis angesagt ist:

a) Immer mehr Luftwurzeln wachsen oberhalb des Substrats waagerecht zur Seite hinaus,
b) im Topf stauen und winden sich die Wurzeln, vor allem ganz unten,
c) der Anteil an faulenden, bräunlichen Wurzeln nimmt zu.

Etwa im 2-Jahres-Rhythmus sollte die Pflanze dann ein neues Substrat bekommen.

Topfgröße bleibt unverändert

Anders als bei den übrigen Topfpflanzen geht es bei der Phalaenopsis nicht darum, mit dem Umtopfen mehr Wurzelraum zu schaffen. Die Phalaenopsis soll nicht mit den Jahren als Pflanze größer werden. (Das kann sie auch nicht, weil sie keine Brut- oder Nebentriebe entwickelt, sich also nicht in die Breite erweitert).

Vielmehr soll sie in der Höhe regelmäßig zurückgestutzt werden. Ihre Entwicklung geht ständig nach oben. Deshalb wachsen ihre neuen Wurzeln auch oben aus dem Substrat heraus. Diese Wurzeln gilt es zu kultivieren und die alten, verbrauchten Wurzeln weiter unten loszuwerden.

In diesem Prozeß ändert sich das Wurzel- und Substratvolumen nicht. Deshalb bleibt die Phalaenopsis auch ihr Leben lang im selben Topf. (Praktisch: Auch der Übertopf kann immer der gleiche bleiben!)

Neue Wurzeln fördern, alte Wurzeln loswerden

Das Umtopfen ist also eine ständige Verjüngung des Wurzelsystems. Die neuen Wurzeln sind oben und müssen ins Substrat heruntergebracht werden. Dafür werden unten die alten Wurzeln entfernt - schonungslos!

Die alten Wurzeln sind nach 2 Lebensjahren meist schon faulig und bräunlich in der Farbe. Man entfernt sie mit einer spitzen Gartenschere möglichst direkt am mittleren "Stamm" der Pflanze. Dabei gilt es, Mut zur scharfen Schere zu haben! (siehe auch unser Bonus-Film zum Thema).

Die übrigen, gesunden Wurzeln (graue oder frischgrüne Farbe) stutzt man soweit zurück, daß sie wieder gut in den alten Topf hineinpassen.

Altes Substrat ganz entfernen

Beim Lösen des alten Wurzelsystems aus dem Topf sollte der größte Teil des Substrats von alleine abfallen. Das sieht man gut im Film. Den Rest entfernt man sorgfältig.

Hat man falsches Substrat verwendet, dann würde dieses noch um die Wurzeln zusammengepackt bleiben, und man müßte es mit den Händen ablösen. Denn falsches Substrat ist zu fein und hätte sich um die Wurzeln herum verdichtet.

Man beachte, wie wenig Kontakt die dicken Wurzeln der Phalaenopsis mit dem Substrat eingehen. Ganz anders als bei den übrigens Zimmerpflanzen gibt es hier gar keine Feinwurzeln, die sich mit dem Substrat direkt verbinden. Daher löst sich die Rindenmasse auch sofort, wenn man den Topf abzieht.

Das wird wieder verständlich, wenn man an den epiphytischen Wuchs dieser Orchideen am Naturstandort denkt (also angehängt an Bäumen). Dort dienen die Wurzeln vor allem dazu, sich am Baum festzuhalten und aus der Luft Feuchtigkeit zu entnehmen.

Auch im Orchideentopf dient das lockere Rindensubstrat also vor allem dazu, der Pflanze Feuchtigkeit zu liefern und Halt zu geben. Darüber hinaus soll es möglichst "unvorhanden" sein, also sich von den Wurzeln fernhalten, Luft hereinlassen, locker bleiben.

Weil Rindensubstrat aber ein natürliches Material ist, zerfällt es mit der Zeit allmählich. Die Rinde pappt langsam zusammen und verdichtet sich um die Wurzeln. Deshalb muß das Substrat regelmäßig erneuert werden.

Hinzu kommen Ablagerung, etwa Salze, die vom Dünger und dem Gießwasser stammen. Der Kontakt mit ihnen ist für die Wurzeln schädlich. Auch deshalb muß das alte Substrat beim Umtopfen vollständig entfernt und ausgetaucht werden.

Das richtige Werkzeug

Besorgen Sie sich unbedingt eine jener spitzen, feinen Gartenscheren, wie man sie im Film sieht. Man kann diese in vielen Situationen im Garten gut gebrauchen (Schnitt von Stauden usw.).

Noch sind diese Scheren leider nicht überall leicht zu bekommen. Wir haben sie zum Beispiel bei Bauhaus gefunden, nicht aber bei Obi. Sie kosten nur wenig Geld (kaum 5 Euro). Wer Zugang zu Meyer Gartenbedarf hat, bekommt sie dort unter dem Namen Rebschere.

Störende Blätter und Stengel entfernen

Manchmal müssen 1-2 der untersten Blätter entfernt werden, weil sie sich praktisch auf der selben Höhe befinden wie die obersten Wurzeln. Man würde dann die Wurzeln nicht in das Substrat hineinbekommen, weil die Blätter im Wege sind. Wertvoller als die Blätter sind die Wurzeln. Daher kommen die Blätter ab.

Entfernen Sie größere Blätter so, daß sie das einzeln Blatt längs in der Mitte aufreißen, bis ganz zur Pflanzenbasis hinein einreißen, dann die zwei Hälften so gut es geht direkt am Stamm abreißen. Man sieht die Methode zweimal im Bonusfilm. Kleinere Blätter kann man auch direkt und ohne vorheriges Teilen abreißen.

Wenn sich an der Pflanze auch noch alte, trockene Blütenstengel befinden, so schneidet man direkt ganz unten und direkt an der Pflanze ab.

Neu topfen

Füllen Sie etwas Substrat in den Boden des leeren Topfes. Dann die Orchidee mit ihren gestutzten Wurzeln in die linke Hand nehmen, dabei die ganze Pflanze und die Wurzeln etwas zusammendrücken.

Halten Sie die Pflanze mittig in und über den Topf und füllen mit der rechten Hand rundherum Substrat ein. Am Schluß müssen die Blätter gerade über den Substrat und dem Topfrand liegen.

Es ist nicht nötig und nicht gut, das Substrat beim Einfüllen besonders zu verdichten. (Merke: je luftiger, desto besser).

Gießen, aber nicht düngen

Nach dem Topfen gießt man das trockene Substrat einmal gründlich an. Jedoch wartet man mit dem ersten Düngen noch etwa einen Monat.

Man erkennt das neu einsetzende Wurzelwachstum der Pflanze daran, daß sie ein neues Blatt ausbildet.

Durchsichtige Töpfe verwenden

Um den Zustand der Wurzeln und des Substrats jederzeit gut beurteilen zu können, ist es hilfreich, durchsichtige Plastiktöpfe zu verwenden. Der Pflanze ist dies nicht unangenehm, weil die Helligkeit um die Wurzeln herum wieder ihren epiphytischen Wuchsbedingungen am Naturstandort entspricht.

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Vielen lieben Dank für das tolle Video und die wunderbaren
Tipps, super

liebe Grüße aus dem Hessenland

Ein fantastisches Video,

Ein fantastisches Video, vielen Dank für die Mühe und die hervorragenden Tips!

Lieber Herr Albano, liebe

Lieber Herr Albano, liebe Frau Rehbein,

ihre Videos sind das Beste, was ich bislang zur Orchideenpflege gesehen habe - vielen, vielen Dank dafür!
Ich würde mich eine Fortsetzung wünschen, wo beispielsweise Krankheiten behandelt werden, oder Zuschauerfragen.

Lieben Gruss
Gartenfernsehschauerin

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