Orchideen richtig pflegen - Teil 1: Gießen und Standort

vom 31. Okt. 2010
Richtiges Gießen ist das Erfolgsgeheimnis, erklärt Orchideen-Expertin Renate Rehbein
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TEXT UND INFO ZUM FILM

Drehort:
Orchideen-Gärtnerei Rehbein in Hamburg-Curslack
Länge:
7 Min.
Filmkatalog:Praxis
Moderator:
Marc Albano

Zunächst die im Film gezeigten Pflanzen:

01:30 Phalaenopsis Hybride (große Blüten, weiß mit lila Punkten)
01:40 Odontoglossum Hybr. (grün-bräunliche Sterne mit weißer Schürze)
02:00 Phalaenopsis Hybriden (verschiedene auf dem Tisch)
02:15 Cattleya Hybride (große rosalila Blüte mit lila Schürze)
03:10 Paphiopedilum Hybr. (Frauenschuh-Blüte, weiß mit dunklen, langen Streifen)
03:45 Odontonia 'Samurai' (rote Sterne mit weißer Schürze)
04:00 Epidendrum floribundum (hellgrüne Sterne, weiße Mitte)
04:10 Oncidium (Psychopsis) (gelb/orange, große Einzelblüte, mit "Krone")
04:20 Masdevallia Hybr. (orange Kelche mit roten Punkten)
04:45 Phalaenopsis Hybr. (große Blüten, weiß mit lila Punkten)
05:30 Paphiopedilum Hybr. (Frauenschuh-Blüte, violettrot)
05:40 Miltonia Hybride (rot-violett mit gelber Mitte)
06:00 Brassia rex Hybride (spinnenartig, grüngelb mit roter Zeichnung)
06:08, 06:15 Masdevallia Hybride (orange, Blüte 3-teilig spitz auslaufend)
06:40 - 07:00 Phalaenopsis Hybriden 


Orchideenpflege 1: Der richtige Standort

Fensterbank ist gut

Die meisten Orchideen, die man als Einsteiger kauft, sind laborgezüchtete Hybriden. Sie sind weniger anspruchsvoll an den Standort als die Naturformen. Daher kommen sie mit unserer Zimmer-Atmosphäre gut zurecht.

Normale Raumtemperatur von 18-22 Grad (auch mit möglicher Nachtabsenkung) ist für diese Orchideen bestens geeignet. Unter 12-15 Grad sollte die Temperatur nie sinken.

Wahl der richtigen Fensterbank

Orchideen mögen als Waldbewohner keine allzu pralle und heiße Sonnenbestrahlung. Daher sind für sie die Ost-, West- und Nordfenster am besten geeignet (in dieser Reihenfolge).

Südfenster könnte man im Sommer der Orchideen wegen etwas beschatten, zumindest um die Mittagszeit herum.

Nordfenster mit reduziertem Lichtangebot eignen sich für Orchideenarten mit weichen, empfindlicheren Blättern. Zum Beispiel der Frauenschuh liebt es als Wald-Erdbodenbewohner gerne etwas schattiger.

Dagegen sind die beliebtesten Orchideen, die Phalaenopsis-Hybriden, mit ihren robusteren Blättern, auch tolerant für eine gewisse Intensität von Sonnenschein.

Luftfeuchtigkeit ist willkommen

Frau Rehbein weist darauf hin, daß ein Besprühen / Bestäuben der Orchideen mit Wasser nicht notwendig ist - wenn man es mit den laborgezüchteten Orchideen im Topf zu tun hat.

Die normale Raumfeuchte ist für diese Orchideen ausreichend. Stehen sie jedoch auf der Fensterbank über dem trockenen Luftstrom einer Heizung, könnte es etwas zu trocken werden. Dann sollte man sie in Orchideen-Übertöpfen halten, in denen immer etwas Bodenwasser steht und kontinuierlich verdunstet.

Zugluft jedoch mag keine Orchidee!


Orchideenpflege 2: Richtig gießen

Selten gießen !

Die meisten Orchideen verenden, weil man sie zu feucht hält - aus lauter Liebe. Orchideen wachsen meist auf Bäumen (ephiphytisch also) und kommen mit wenig Wasser aus.

Faustregel: 1x wöchentlich

Die Gießintervalle werden bestimmt von 3 Faktoren: der Zimmertemperatur, der möglichen Sonnenschein-Bestrahlung und der Jahreszeit.

Im Sommer bei größerer Hitze und Sonnenschein auf der Fensterbank könnte es nötig sein, öfter als 1x pro Woche zu gießen.

Im Winter bei kühlerem Fensterbereich, reduziertem Tageslicht und kaum Pflanzenwachstum kann es ausreichen, nur alle 14 Tage zu gießen.

Wenn dagegen das Zimmer im Winter besonders warm gehalten wird, und die Orchideen über der Heizung stehen, wäre wieder 1x pro Woche angesagt.

Topfgewicht prüfen!

Die beste Methode, um den Gießbedarf festzustellen ist, den Topf hochzuheben und das Gewicht zu prüfen. Ein trockenes Substrat wird die Pflanze leicht wirken lassen. Dann ist Gießen angesagt. Man hat da schnell "ein Händchen" für entwickelt.

Gründlich gießen

Entgegen anderslautender Gerüchte gießt man die Orchidee so ausreichend, daß das Wasser unten wieder aus dem Topf herausfließt. Dabei wird das Substrat vollständig und rundherum im ganzen Topf angefeuchtet.

Den relativ geringen Wasserbedarf der Orchideen soll man nicht dahingehend interpretieren, daß man beim Gießen wenig Wasser gibt! Wenn gegossen wird, dann gründlich. Aber eben nicht sehr häufig.

Achtung, Restwasser !!!

Beim Gießen muß man sich klar machen, was mit dem Restwasser geschieht. Also dem Wasser, was unten wieder aus dem Topf herausfließt und auch später allmählich noch nachtröpfelt.

Restwasser im Übertopf ist der Tod der Orchidee, wenn sie dabei dauerhaft "nasse Füße" leiden muß.

Deshalb grundsätzlich empfohlen: Orchidee zum Gießen aus dem Übertopf herausnehmen und vorübergehend in eine Schale stellen. Dann so viel gießen, bis das Wasser unten aus dem Topf herauskommt. Es sammelt sich in der Schale.

Option 1: Man verwendet einen speziellen Orchideen-Übertopf. Dieser kann unten etwas Restwasser aufnehmen, ohne daß die Orchideenwurzel damit in Berührung kommt.

Hier kann man die Orchidee gleich nach dem Gießen aus der Schale wieder in den Übertopf hineinstellen. Was jetzt noch aus dem Topf an Restwasser heraussickert, sammelt sich im Boden des Übertopfs und schadet der Wurzel nicht.

Option 2: Man verwendet einen normalen Übertopf. Hier ist die Gefahr von Restwasser mit Wurzelkontakt sehr groß. Daher muß man die Orchideen nach dem Gießen noch eine geraume Zeit in der Schale stehen lassen, bis alles Restwasser definitiv herausgesichert ist. Dann erst zurück in den Übertopf stellen.

Orchideen-Übertöpfe empfehlenswert

Diese speziellen Töpfe vermeiden nicht nur die Gefahr von Restwasser an den Wurzeln, sondern sorgen auch für willkommene Luftfeuchtigkeit für die Orchidee. Denn das in den Übertopf nachsickernde Restwasser verdunstet dort allmählich und steigt hinauf zu Blättern und Blüte.

Mit etwas Übung kann man in den Übertöpfen immer soviel Wasser halten, daß für ständige Verdunstung und Luftfeuchtigkeit gesorgt ist. (Aber Achtung, auch Orchideen-Übertöpfe nehmen nur eine gewisse Menge von Wasser auf, bevor dessen Pegel die Wurzeln der Pflanze erreicht)

Kein Restwasser in Blattachseln

Beim Gießen darauf achten, daß das Wasser nur auf das Substrat trifft, nicht auf die Blätter. Vor allem im Winter kann verbleibendes Wasser in den Blattachseln zu Fäulnis führen.

Am Morgen gießen

Die Gefahr von Fäulnis durch Restwasser in und auf Blättern wird verringert, wenn man am Morgen gießt - wenn die Zimmertemperatur wieder ansteigt.

Abgestandenes, zimmerwarmes Wasser gießen

Regenwasser oder abgestandenes Wasser ist für Orchideen am besten (wie natürlich überhaupt für alle Zimmerpflanzen). Am besten läßt man die Gießkanne nach jedem Gießvorgang einfach wieder vollaufen und dann in einer Ecke stehen. Das Wasser erwärmt sich und gelöste Bestandteile sinken allmählich ab, bis man es dann beim nächsten Gießen verwendet.

Nicht mit Wasser besprühen

Das Besprühen von Orchideen ist dann nötig, wenn man sie ephiphytisch wachsen läßt, also hängend mit freien Wurzeln an einem Stück Baumrinde etwa. Hier ist ein Gießen natürlich unmöglich - man besprüht sie oder taucht die Pflanze.

Das Besprühen ist auch dann sinnvoll, wenn es sich um empfindliche Naturformen handelt, die einer besonders hohen Luftfeuchtigkeit bedürfen. Das ist aber ein Thema für erklärte Sammler und Liebhaber.

Alle gängigen, laborgezüchteten Hybriden bedürfen dieser besonderen Pflege nicht.

Im Gegenteil, das Besprühen kann auch schädlich sein. Die erhöhte Feuchtigkeit der Blätter lädt Pilzbefall ein und mögliches Restwasser in den Blattachseln läßt diese faulen.

Daher auf diese besondere Liebesbekundung für seine Zimmergenossen lieber verzichten!

Tauchen optional

Anstatt zu gießen, kann man die Orchideen auch tauchen. Dazu stellt man den ganzen Topf in ein Wasserbad mit (zimmerwarmem) Wasser, wobei der Wasserspiegel so hoch sein sollte, daß er über den oberen Topfrand reicht. Der Wurzelballen wird also vollständig benetzt.

Siehe dazu auch unseren Film: Orchideenpflege (Phalaenopsis) von Sept. 2010

Achtung: dabei nicht Wasser in die Blattachseln fließen lassen!

Der Vorteil des Tauchens: Das Substrat wird so gründlich angefeuchtet, daß man anschließend die Orchideen bis zu 4 Wochen und mehr ohne Gießen belassen kann. (Wenn man etwa in Urlaub fährt).

Im Normalfall aber wird man besser auf das Tauchen verzichten, weil der Arbeitsaufwand gegenüber dem Gießen deutlich höher liegt.

Düngen immer mit Gießen verbinden

Den Gießvorgang verbindet man ca. 1 Mal pro Monat mit der Gabe von speziellem Orchideendünger. Dabei gilt: Erst einmal gießen, so daß die Wurzeln vollständig befeuchtet sind. Dann erst den mit Wasser vermischten Dünger geben.

Denn Dünger soll nie auf trockene Wurzeln treffen!

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Meine Phalaenopsis hat

Meine Phalaenopsis hat Wolläuse. Habe schon viele Mittel ausprobiert, aber nichts hilft. Was kann man noch tun?

MEINE ORCHIDEE PHAL.hat ein

MEINE ORCHIDEE PHAL.hat ein kind am blühtenstiel was kann
ich machen die luftwurzeln sind etwa 10-14cm lang und eue
kleine kommen schon, was ist zu zun????

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