Herbstschnitt bei Rosen ?

vom 15. Nov. 2010
Nur die Mumien schneiden, rät Fachmann Thomas Proll von Rosen Kordes (Auftragsarbeit)
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TEXT UND INFO ZUM FILM

Drehort:
Schaugarten der Fa. Rosen Kordes bei Elmshorn, Schleswig-Holstein
Länge:
2 Min.
Filmkatalog:Praxis
Moderator:
(ohne)

Herbstschnitt bei Rosen ?

Grundsätzlich nicht. Man kann einige kleinere Schnitte vornehmen, zum Beispiel um der Optik willen. Aber der eigentliche Rückschnitt erfolgt erst im Frühjahr, zum Zeitpunkt der Forsythienblüte.

Ein Herbstschnitt ist deshalb unangebracht, weil die Rose im Herbst in ihren grünen Stengeln noch Nahrung und Kraft besitzt, die sie erst bei zunehmender Kälte in ihre Wurzel verlagert.

Die Stengel sind daher von vitaler Bedeutung und dürfen der Rose zu diesem Zeitpunkt noch nicht genommen werden.

Auch wird ein Schnitt vor dem Winter den dann folgenden Frost einladen, ein Stück des Rosenstengels zu zerstören. Man sieht das im folgenden Frühjahr, wenn unterhalb der Schnittstelle etwa 1 bis 3 Zentimeter des Stengels braun geworden sind.

Dann muß man hier nachschneiden, also noch einmal einen Schnitt etwas tiefer unterhalb des Frostschadens ansetzen. So vermeidet man, daß im toten Stengelbereich sich Pilze und Krankheiten einnisten.

Das ist doppelte Mühe. Und es ist immer mit dem Risiko verbunden, daß man die Härte der Winterfröste und damit die Tiefe des Stengelschadens nicht vorhersehen kann.

Deshalb auch aus diesem Grund NICHT IM HERBST auf die endgültige Wunschhöhe zurückschneiden. Wird der Stengel nicht beschädigt, kann auch der Frost nicht zerstörerisch in ihn eindringen.

Der Dank der Rose ist oft eine Blüte, die noch ganz, ganz spät im Herbst an vereinzelten Trieben erscheint - besonders rührend in einer Jahreszeit, in der sich sich die Gartenflora drumherum schon weitgehend verabschiedet hat.

Auch wird die Tierwelt des Gartens dafür danken, daß man ihr die Hagebutten der Rosen beläßt. Sie bilden im Winter eine wertvolle Nahrung.

Ausnahme 1: Mumien schneiden

Bei manchen Rosen sind die braunen Blütenreste, die sogenannten Mumien, zahlreicher und auffälliger als bei anderen. Man spricht dann davon, daß die Selbstreinigungsfähigkeit einzelner Sorten gut bzw. weniger gut funktioniert. Optimal ist es, wenn die Rosensorte nach dem Abblühen selbständig ihre Blütenreste abwirft.

Aber das tun viele Sorten eben nicht. Wer will, kann dann nachhelfen - nur um der Optik willen. Man schneidet dazu einfach die Blütenstengel in ihrem dünnsten Bereich ein paar Zentimeter unterhalb des Blütenrests ab.

Ausnahme 2: Einzelne Triebe beseitigen

An hohen Strauch- oder Kletterrosen kommt es immer wieder vor, daß einzelne Triebe in den Weg hineinwachsen und den Gang durch den Garten stören. Diese Ausreißer kann man bedenkenlos im Herbst abschneiden.

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Sehr geehrter Herr Albano und

Sehr geehrter Herr Albano und Team,
großes Lob und vielen Dank für die vielen praxisrelevanten Beispiele und Anregungen. V.a. die Filme zur Pflanzenpflege und die Pflanzenportraits finde ich sehr gelungen und im deutschsprachigen Raum momentan wohl konkurrenzlos!

Hätten Sie evtl. auch Beiträge zum Thema Steingarten geplant? Diese würden mich aktuell sehr interessieren.

Mit vielem Dank und besten grüßen aus dem spätherbstlichen Chiemgau,
Stefan Köhler

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