Von Hans Olaf Klingenberg kann man wichtige Regeln guter Gartengestaltung lernen:
Regel 1: Den Garten in seine Umgebung einbetten
Ein Garten sollte nie an seinem Zaun enden, sondern immer mit der größeren Landschaft etwas verwachsen. Das macht die Gestaltung großzügig, respektvoll und kulturbewußt.
Man kann Formen, Farben, Materialien, Baustile, Vegetation usw. aus der Umgebung in den Garten hineinspiegeln. Im Film ist es der typisch formale Charakter, der sich in den Grundstücken, Häusern und Hecken der Nachbarschaft manifestiert.
Diesen formalen Charakter mit seinen geraden Linien und rechten Winkeln greift der Gartenarchitekt auf und interpretiert sie modern mit einem Gartenrahmen aus weißem Beton.
Auch der Landhauscharakter, den Herr Klingenberg als Wesensmerkmal der Umgebung ausmacht, spiegelt sich in den Garten hinein, indem die Bepflanzung mit Apfelbäumen, Strauchrosen und üppigen Stauden etwas ländlich anmuten soll.
Regel 2: Den Garten vom Haus gestalten
Das große Motto der gutgestalteten Gärten und auch unserer Filme!
Denn die allermeiste Zeit des Jahres erlebt man den Garten ja vom Haus aus: durch Blicke aus der Terrassentür und durch die Fenster. Und auch andersherum, wenn man im Garten weilt, ist das Haus der wichtigste Bezug, indem man es fast immer und überall als dominanten Hintergrund wahrnimmt.
Eine Verbindung von analytischem Denken und leidenschaftlichem Gestalten - aus diesem Mix sind schon immer die besten Gartenschöpfungen hervorgekommen.
Und genau das prägt die Arbeit von Hans Olaf. Daher findet sich in seinen Gärten auch immer eine klar definierte Struktur und als Gegengewicht dazu am liebsten eine üppige Bepflanzung ...
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