Eine Thymian-Achse mit David Austin Rosen - Teil 2
TEXT & INFO ZUM FILM
(siehe auch Begleittext zum ersten Filmteil)
David Austin Rosen
Eine große Erfolgsgeschichte, die Austin Rosen. Wenn man heute von Englischen Rosen spricht, meint man vor allem diese. (Es gibt aber auch noch andere, z.B. die Harkness Rosen).
Ihr großer Trumpf ist die Komponente der Sinnlichkeit. Ihre große Schwäche ist (oder war?) die eingeschränkte Gesundheit.
Sinnlichkeit über den köstlichen Duft und die wunderbaren Farben und Formen der Blüten - das hat David Austin Rosen groß gemacht. Sie paßten auch gerade gut in den Zeitgeist, der sich besonders im letzten Jahrzehnt ja gerne wieder nach rückwärts gewandt hat, in Richtung von guter, alter Zeit mit Rüschen und Spitzen und zarten Farben.
Das macht den Charme der Austin Blüten aus. Meist dicht gefüllt und üppig erinnern sie schon etwas an füllige Damenkleider der Vergangenheit. Nostalgie und Romantik, das ist auch das große Leitthema der Züchtungen aus Wolverhampton.
Weil aber Blüte und Duft immer die ersten, maßgebenden Ziele dieses Züchters waren, konnte Gesundheit nicht gleichermaßen groß geschrieben werden. Alles zu haben, ist in der Züchtungspraxis kaum je möglich.
Daher wollten Austin Rosen im Jahresverlauf gerne häufiger gegen Pilzkrankheiten gespritzt werden. (Heute dagegen, so berichtet Herwyn Ehlers im Film, soll sich dieses bei den modernsten Sorten gewandelt haben, indem Gesundheit offenbar zunehmend auch ein vorrangiges Züchtungsziel für David Austin geworden ist).




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