Eine Hymne an die Dichter-Narzisse

vom 29. April 2010
Ihre Weissheit und Verläßlichkeit würdigt Prof. Hans-Dieter Warda vom Arboretum Ellerhoop
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TEXT UND INFO ZUM FILM

Drehort:
Norddeutsche Gartenschau im Arboretum Ellerhoop-Thiensen, Schleswig-Holstein
Länge:
7 Min.
Filmkatalog:Pflanzen
Moderator:
Marc Albano

Eine klassische Garten-Pflanze - nirgends träfe dieser Ausdruck besser als bei der Dichter-Narzisse.

Sie kommt aus der Heimat der Klassiker, dem Mittelmeerraum, und man sagt ihr dort eine Gartennutzung schon seit Jahrtausenden nach. Mit ihrem schlichten Weiß und der eleganten Erscheinung läßt sich sich auch bestens in die klassische Welt von griechischen Tempeln und römischen Thermen hinein wähnen.

Vor allem wird auch ihr köstlicher Duft für frühen Eingang in die Gärten gesorgt haben. Hinzu kommt eine völlige Anspruchslosigkeit und die Freude am selbständigen Verwildern.

Anders als bei den Osterglocken und ihren vielfältigen Variationen hat die Dichter-Narzisse keine eigentliche "Trompete". Botanisch spricht man dabei von der Nebenkrone. Das ist das horizontale Element der Blüte, welches hier nur ganz kurz ausgebildet ist.

Die Nebenkrone kann farblich bei einzelnen Sorten der Dichter-Narzisse etwas variieren, mal ist sie rot, mal gelb, mal grünlich. Die klassische Kombination ist aber das Gelb mit orangefarbenem Rand, als kleiner Farbtupfer inmitten der großen, reinweißen Hauptkrone.

Diese Kombination zeigt auch eine alte und besonders großblütige Sorte namens ‘Actaea’, welche Prof. Warda in Ellerhoop am liebsten pflanzt.

Die Dichter-Narzissen blühen etwas später als die meisten gängigen Narzissen, in der Regel erst Ende April bis Anfang Mai. Wie man in einem Folgefilm bei uns sehen kann, begleiten sie dann auch wunderbar die spätblühenden, strauchartigen Magnolien (z.B. Sorte ‘Randy’).

Eine noch spätere Sorte namens Recurvus kann dann unter Umständen fast bis in den Juni hinein noch blühen.

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