Ein weißer Garten

vom 01. Okt. 2011
Ein edles Kunstwerk der Pflanzengestaltung von Prof. Hans-Dieter Warda im Arboretum Ellerhoop
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TEXT UND INFO ZUM FILM

Drehort:
Norddeutsche Gartenschau im Arboretum Ellerhoop, Schleswig-H.
Länge:
8 Min.
Filmkatalog:Ideen
Moderator:
Marc Albano

Ein echter Farbthemengarten wie dieser ist etwas für Kenner und Enthusiasten. Hier sind die Methoden und Tricks von Professor Warda.

 1. Mit Mehrjährigen allein geht es nicht

... oder anders gesagt: ein Farbthemenbeet macht viel Arbeit! Es wird nicht etwa ein Mal bepflanzt und blüht dann brav Jahr für Jahr vor sich hin. Es will vielmehr jedes Jahr mit Mühe und Sorgfalt neu bestockt, gefüllt und ergänzt werden.

Denn: um als Farbthema überhaupt zu wirken, muß der Farbeindruck besonders intensiv sein. Mit Mehrjährigen, wie Stauden, Rosen und Sträuchern, ist das bestenfalls in kurzen Momenten des Blütenjahres zu erreichen. Den Rest der Zeit bliebe die Pflanzung diffus.

Die intensiven und längerfristigen Farbeindrücke schafft man dagegen nur mit den Einjährigen oder Sommerblumen, die eine lang anhaltende Blütezeit oft von Juni bis zum Herbst haben. Dazu kommen noch einige nicht winterharte Knollenpflanzen wie Dahlien oder Gladiolen sowie verschiedene Kübelpflanzen, die sich halbjährig in den Boden auspflanzen lassen. Alle mit besonders üppiger und lang anhaltender Blüte.

Die Einjährigen und Nicht-Winterharten aber machen viel Arbeit. Die einen wollen aus Samen vorgezogen werden, die anderen verlangen eine sorgfältige Überwinterung, und alle sind sehr anspruchsvoll bei der Versorgung mit Wasser und Nahrung.

Deshalb ist ein Farbthemengarten vor allem etwas für Fortgeschrittene und für Liebhaber.

Der weiße Garten von Prof. Warda besteht ganz überwiegend aus temporären Beetgästen und Einjährigen. Die Dahlien als Knollenpflanzen, Abutilon und Solanum als Kübelpflanzen, als Einjährige die Spinnenpflanzen, Tabakarten, Salvien, Bechermalven, Prachtkerzen, Zinnien, Leberbalsam sowie Gräser.

Dazwischen finden sich nur einzelne ausdauernde Arten wie Agastachen, Rosen, Clematis, Rittersporn.

... dazu ein Tip von Prof. Warda

Wer Stauden, Rosen und Sträucher liebt und dabei die allzu intensive Arbeit scheut, der kann dieser Empfehlung von Prof. Warda folgen: die Farbthemenbeete längs halbieren! In die hintere Hälfte pflanzt man Mehrjährige mit höherem Wuchs, in die vordere Hälfte die einjährigen Dauerblüher.

Damit erzielt man auch ein gutes und farbkräftiges Bild mit Dauerwirkung. Man vermeidet zugleich einen allzu großen Aufwand bei der jährlichen Neubestockung der Beete.

Die vordere Beethälfte räumt man am Jahresende vollkommen leer und kann dann auf dieser Fläche gut eine Pflanzung von Blumenzwiebeln wie Tulpen und Narzissen inszenieren.

2. Größere Beete gliedern

Eine großes Beetrondell wie das im Film gezeigte braucht eine echte Planung, am besten auf großem Papier und maßstäblich. Denn bei einer so großen Fläche würde eine zufällige Pflanzenkomposition das Auge und Hirn des Betrachters überfordern. Das Gesamtbild würde unruhig und unübersichtlich.

Daher ist das Schlüsselprinzip der größeren Beete die gestalterische Ruhe, in vorsichtiger Abwechslung mit sorgsam dosierten Reizen.

Ruhe bringt man in die Beetgestaltung, indem man bestimmte Pflanzenthemen sich regelmäßig wiederholen läßt, zum Beispiel alle paar Meter entlang der Breite des Beetes. Das Thema kann eine einzelne Solitärpflanze mit besonderer Schauwirkung sein, oder eine kleine Pflanzenkomposition aus 2 oder mehr passenden Beetnachbarn.

Im Film schafft Prof. Warda Ruhe im Beet, indem er einige wenige Pflanzengruppen sich regelmäßig wiederholen läßt. Gruppenanführer sind dabei abwechselnd die hohen und dominanten Kübelpflanzen Abutilon und Nachtschatten (Solanum bonariense). Sie bilden jeweils den rückwärtigen Abschluß des Beetes. Dazu und davor gesellen sich ebenso regelmäßig der Ziertabak, die weiße Spinnenpflanze, höhere Dahlien sowie Solanum jasminoides.

Durch die so geschaffene Wiederholung und Regelmäßigkeit im Gesamtbild kann das Auge des Betrachters die Bepflanzung mit einem Blick erfassen und verstehen. Es entsteht der Eindruck eines geplanten und komponierten Bildes. Und diese wahrgenommene Ordnung läßt die Gestaltung für uns erst zum Kunstwerk werden.

Zwischen die Elemente der Beetgliederung kann man dann kleinere Reize oder "Störungen" einbauen. Das sind ungewöhnliche Farben, Blüten- oder Blattformen, die im Beet nur einzeln auftauchen und den Blick beim näheren Herantreten anziehen. Sie durchbrechen das ruhige, geplante Gesamtbild und sorgen für optische Würze.

3. Höhen staffeln

Jedes Beet braucht einen Vordergrund und einen Hintergrund, niedrig der eine, hoch der andere. Nach hinten bilden oft Hecken den rückwärtigen Abschluß des Beets. Für den weißen Garten ist das besonders dunkle, ruhige Grün der Eibe am allerbesten geeignet - eine große, englische Gestaltungstradition.

Nach vorne hin reduziert sich die gestaffelte Höhe des Beetes. Das sollte am besten nicht streng schematisch, sondern locker gestaltet sein. Das heißt, an einzelnen Stellen des Beetes durchbrechen auch den Mittel- und Vordergrund einmal einzelne hohe "Ausreißer". So wird der Gesamteindruck lebendiger und natürlicher.

Der niedrige bzw. flache Beetvordergrund sollte möglichst eine gut definierte Struktur haben: also Pflanzen, die kompakt und geordnet wachsen und sich damit gut und eindeutig als Beetauftakt darstellen. Ungünstig sind Wuchsbilder, die diffus und ungeordnet an der Beetkante stehen.

4. Fremdfarben einbauen

In der strengen Einheitlichkeit eines monochromen Beetes sorgen diskret eingestreute Fremdfarben für Würze und Aufmerksamkeit. Man kann die Fremdfarben gezielt als Komplementäre wählen (siehe im klassischen Farbkreis die gegenüberliegenden Farben), oder man streut frech einfach beliebige Farbgewürze hier und da in das Beet.

Wer in unserem Film genau hinsieht, kann erkennen, daß Prof. Warda sogar violettblütige (!) Spinnenpflanzen in den mittleren Bereich des weißen Gartens eingestreut hat. Eine Provokation! (... an der Prof. Warda natürlich seinen Spaß hat - siehe seine Erklärungen im Film zur Roten Rabatte)

Die Fremdfarben können stören - oder sie sollen es. Sie können aber vor allem dazu dienen, die Intensität des Farbthemas zu mildern. Im weißen Garten ist das kalte, harte Kalkweiß, auf das Prof. Warda aufmerksam macht, besonders intensiv. Von allen Weißtönen hat dieses Weiß - etwa der Bechermalve - am meisten Leuchtkraft und Wirkung.

Es ist damit unverzichtbar, aber es sollte auch in Maßen eingesetzt werden. Sonst kann es einen weißen Garten erschlagen. Abgemildert wird dieses aggressive, reine Kalkweiß durch weichere Weißtöne, in die sich Fremdfarben einmischen: gelbliche, gräuliche, rötliche, grünliche. Das sind Nuancen der weißen Farbe, die zu sehen wir oft erst lernen müssen.

Und schließlich sorgen immer auch die Gräser für Ausgleich und Milderung. Ihre Blütenfarbe ist vollkommen neutral, ihre Wirkung immer besonders natürlich und naturnah.

Strukturen variieren

Vielfalt in Blüten- und Blattstrukturen ist ein wichtiges Gebot für den weißen Garten. Prof. Warda warnt ausdrücklich vor der "Milchsuppe", also dem optischen Übermaß an weißer Farbe bei zugleich geringer Variation in den Strukturen.

Weiß ist eine intensive Farbe, immer extrem stark im Kontrast zum Grün der übrigen Pflanzenteile. Daher die dauernde Gefahr, daß die Blütenfülle den optischen Eindruck überlastet. Bei zuviel Weiß ist das Auge derart geblendet, daß es dahinter nicht mehr die Pflanze und den Garten erkennt.

Große, leuchtend grüne Blätter wie etwa die des Ziertabaks bieten da ein willkommenes optisches Gegengewicht. Kräftige Blattstrukturen sind eine begehrte Ergänzung im weißen Garten. Nur sie können sich gegen die Übermacht des Weiß durchsetzen.

Aber auch weißliche oder grauweiße Blattpflanzen setzen sich gegen die Blüten durch. Für den Beetvordergrund kann man da aus einem großen Angebot von silberlaubigen (meist mediterranen) Stauden und Kleinsträuchern wählen.

Auch in den Blütenstrukturen läßt sich der "Milchsuppe" vorbeugen. Neben den vergleichweise großen Blütenköpfen von Dahlien und Malven kommen kleine Blütenformen oder länglich-vertikale Strukturen zum Einsatz: etwa die der Salvien, Rittersporne, Agastachen, Gladiolen.

Je mehr Variation in die Form von Blüten und Blättern gebracht wird, umso interessanter und lebendiger anzuschauen wird der Garten. Und dieses Prinzip gilt bekanntlich nicht nur für den weißen Garten. Es ist eigentlich die goldene Regel jeder Pflanzengestaltung.

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