Wenn man nicht gerade die feuerroten Sorten pflanzt, dann sind die exotischen Blüten aber nie aufdringlich, sondern immer elegant zurückhaltend in ihren Farben. Die Verbindung von dezenter Fernwirkung mit origineller Nahwirkung ist eine Bereicherung für jedes Beet.
Übrigens ist die Indianernessel gut geeignet als Schnittblume. Und im Blumenstrauß kommt die Blütenexotik erst so richtig zur Geltung!
Außerdem sind die Blüten eßbar und damit eine raffinierte Zierde für Obstsalate. Guten Appetit!
3. Standort Sonnenbeet
Sie steht am liebsten vollsonnig, kann aber auch etwas Schatten aushalten. Ihre Heimat ist die warme Prärie und warm sollte sie auch bei uns stehen.
Im Beet gehören die meisten Sorten in den Mittelgrund, bei einer Höhe von rund 1 m. Aber es gibt auch kleine Sorten von 30 - 60 cm für den Beetvordergrund (siehe Film), sowie hohe Sorten für den Hintergrund.
4. Keine Trockenheit
Monarden wünschen einen frischen Boden. In trockenen Zeiten muß man gießen, weil sonst die Pflanzen besonders leicht von Mehltau befallen werden (ein Pilzbefall, erkennbar als weißer Belag auf den Blättern). Mehltau bekommen sie sowieso irgendwann im Jahr, aber womöglich nicht so früh.
Herr Luer weist aber darauf hin, daß die nicht-roten Sorten generell mehr Trockenheit vertragen als die feuerroten (weil sie von anderer Abstammung sind, die roten kommen aus der Monarda didyma Linie, die übrigen aus der Monarda fistulosa Schiene).
5. Kräftige Pflanzen sind robuster
Es empfiehlt sich, die Monarden immer in gut nährstoffhaltigem Boden zu haben. Düngen ist hilfreich. Denn je kräftiger die Pflanzen sind, desto besser und länger widerstehen sie ihrer Lieblingskrankheit, dem Mehltau.
Daher empfiehlt Herr Luer auch, die Pflanzen regelmäßig aus dem Boden zu nehmen, zu teilen und in neue, nährstoffreiche Erde wieder einzusetzen. Beim Auseinandernehmen der alten Pflanzen wählt man nur die kräftigen, äußeren Triebe und pflanzt diese neu. Die schwächeren, inneren Triebe wirft man weg.
(Monarden wachsen meist so in die Breite, daß in der Mitte der Pflanze die Triebe nur noch schwächlich weiterkümmern, während rundherum am Rand des Horstes die starken, neuen Triebe sich ausdehnen. Also eine Art Insel- oder Tonsurbildung - auch unschön im Beet. Daher durch regelmäßige Teilung vorzubeugen!).
6. Mehltau muß sein!
Herr Luer erklärt, daß eigentlich alle Sorten mehltauanfällig sind. Selbst die neueren, von denen es zuweilen heißt, daß sie es nicht oder kaum wären. Wenn sie es auch ein paar Jahr nicht sind, irgendwann setzt sich der Pilz doch wieder durch.
Mehltau ist keine Katastrophe, man kann gut damit leben. Auch die Pflanze kann es. Es ist für uns nur eben nicht so hübsch, wenn gegen Ende des Sommers die Indianernesseln wie von Mehl überstreut aussehen. Es sieht etwas nach Krankheit aus, und Krankheit ist es ja auch. Aber eben eine milde.
Echter Mehltau ist ein Pilz, der sich auch am guten Aroma der Indianernessel gütlich tun will. Soll er einfach! Herr Luer empfiehlt, die eingetrübte Beetoptik einfach als Zeichen des Herbstes und des Vergehens von Natur zu interpretieren. Alles eine Frage der Sichtweise!
Die Pflanze selber wird jedenfalls durch den Pilzbefall nicht sonderlich geschädigt. Man braucht sie auch nicht abzuschneiden oder zu spritzen. (Üblicherweise schneidet man die Indianernesseln erst zu Herbstende ab, zusammen mit den meisten anderen Stauden im Beet).
Indianernesseln und Mehltau, das gehört einfach fest zusammen. Und mal ehrlich - für die prächtige Blüte, die man im Sommer bekommt, ist es nicht zuviel verlangt, im Herbst mal ein bißchen großzügig über die „gekalkten“ Blätter hinwegzusehen.
Aber, versprochen, irgendwann kommt die definitiv mehltau-feste Neuzüchtung. Und deren Züchter wird dann reich!
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